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| 14. Infanterie-Division (Chronik 1914/1918) | Königlich Preußische 14. Infanterie-Division
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| | | 30.7.1914: | Inf.Regt.56: [79.Inf.Brig./14.Inf.Div./VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Pr.Armee] „Was sich jahrzehntelang vorbereitet, was sich im Sommer 1914 immer dichter über Europa zusammengezogen, von den politischen Führern nicht genug erkannt, von den Massen nicht geahnt, war plötzlich da. Aber es fand ein Volk voll Würde und Kraft. Wohl begriff dieses nicht gleich die ungeheure Tragweite der Geschehnisse, aber es fühlte doch, daß eine entscheidungsvolle Stunde geschlagen und daß dem gewaltig hereingebrochenen Schicksal nur begegnet werden konnte mit einem einigen Opferwillen: der Geist des August 1914 begann seine Schwingen zu regen! Der Zustand erhöhter Kriegsgefahr, der am 30. Juli nachmittags erklärt wurde, bedeutete noch nicht den Krieg selber, wohl aber sein ernstes Vorspiel. Auch am Niederrhein entfalteten sich plötzlich kriegerische Bilder. Wie aus dem Boden gestampft, standen Posten an Bahnhöfen, Brücken und Wegen. In der Stadt Wesel, die sich gerade zum althergebrachten Schützenfeste rüsten wollte, ging es militärischer zu denn je. Scharfe Bewachung der Eisenbahnbrücke und auf der Schiffbrücke Maschinengewehre und stachlige Hindernisse. Und erst die nahe Grenze! Drahtzäune an den Übergängen, Posten und Patrouillen in den sommerschwülen Wiesen. Was schob sich auch alles damals herüber und hinüber! Viel haben die Grenzbahnhöfe in Elten, Kranenburg und Goch gesehen an Heimkehrern aus dem neutralen und an Flüchtlingen aus dem feindlichen Ausland, die die Sorge um die nahe Zukunft, aber auch die vaterländische Waffenpflicht der Heimat zutrieb.“
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| | 1.8.1914: | VII.Armeek.: Friedensgliederung: Gkdo./VII.Armeek. [mit 13.Inf.Div., 14.Inf.Div.]; Jäg.Batl.7; Maschgew.Abt.7; Fußart.Regt.7; Kdr.d.Pion./VII.Armeek. [mit Pion.Batl.7, Pion.Batl.24]; Tr.Abt.7.
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| | 1.8.1914: | 14.Inf.Div.: Friedensgliederung: Stab/27.Inf.Brig. [mit Inf.Regt.16, Inf.Regt.53]; Stab/28.Inf.Brig. [mit Füs.Regt.39, Inf.Regt.159]; Stab/79.Inf.Brig. [mit Inf.Regt.56, Inf.Regt.57; Bez.Kdos. Geldern und Wesel]; Stab/14.Kav.Brig. [mit Hus.Regt.11, Ul.Regt.5]; Stab/14.Feldart.Brig. [mit Feldart.Regt.7, Feldart.Regt.43]; Landw.Insp.Düsseldorf [mit Bez.Kdos. Duisburg, Elberfeld, Hagen, Lennep, Solingen]; Landw.Insp.Essen [mit Bez.Kdos. I.Essen, II.Essen, Gelsenkirchen, Mülheim/Ruhr, Recklinghausen].
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| | 1.8.1914: | Inf.Regt.56: [79.Inf.Brig./14.Inf.Div./VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Pr.Armee] „Mobil! Erschütternd und befreiend zugleich fliegt am 1. August, 4 Uhr nachm., das Wort auf allen Drähten und in aller Munde bis in den letzten Winkel des Vaterlandes. Einen Augenblick ist es, als setzten sechzig plötzlich aus Frieden und Arbeit gerissene Millionen den Atem aus. Aber schon ist die große Mobilmachungsmaschine in Gang, die einen nach dem anderen in ihr Räderwerk zieht. Es klappt vorzüglich, bei den militärischen wie zivilen Dienststellen; Deutschland schlägt seine erste Schlacht und gewinnt einen nicht geringen Vorsprung an Zeit. Auch in den 56er-Kasernen wird der Befehl als Erlösung von quälender Spannung empfunden. Zugleich bringt er eine völlige Umkehr des gewohnten Lebens, ein Dienstkreis von 43 Friedensjahren ist plötzlich gesprengt. Aber auch jetzt geht alles seinen vorgeschriebenen Gang, und das hilft, die hin- und herwogenden Gedanken zu bannen. Einkleiden! Der Kammer-Unteroffizier, sonst ein sehr zurückhaltender Herr, wird zum verschwenderischen Spender. Mit immer neuem Griff ins Volle fliegen die Röcke, Hosen und Stiefel von der Kammer, eine Wonne für den alten Soldaten, der sich durch zwei lange Jahre durchgeflickt und durchgebürstet hat. Dann das Einpacken in den funkelnagelneuen Tornister: Schnürschuhe, Wäsche, eiserne Portion usw. Mit den Dingen steigen Ahnungen auf von langen Märschen, kalten Biwaknächten, flackernden Lagerfeuern. Zwischendurch erscheinen schon vereinzelt Reservisten, die es nicht mehr zu Hause hielt. Sie treten zu den alten Kompanien, und bald kleidet auch sie das alles ausgleichende Feldgrau. Nur in der Nacht haben sie noch das Vorrecht der Älteren. Sie dürfen in den Betten und auf Strohsäcken schlafen, während die „Aktiven“ sich schon kriegsmäßig auf Gängen und Bänken behelfen. Schweigend und schicksalsschwer rinnt die Nacht hin, und aus ihr erhebt sich jener unvergeßliche erste Kriegssonntag, da sich überall das Volk in die Kirchen drängte, um innerlich ruhig und gewiß zu werden.“
1.8.1914 Feldart.Regt.7: [14.Feldart.Brig./14.Inf.Div./VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Pr.Armee] „Die Erwartung stieg noch, bis am 1. August, 7.10 Uhr abends, endlich der Mobilmachungsbefehl an allen öffentlichen Gebäuden und allen Straßenecken erschien. — „Mobilmachung befohlen. Erster Mobilmachungstag der 2. August 1914!“ Was bedeutete dieser Befehl für das Regiment? Nicht nur das Regiment wurde hierdurch in seinem Bestande an Offizieren, Mannschaften und Pferden etwa verdoppelt, sondern es mußte auch aus dem Friedensbestande noch an andere Formationen Abgaben leisten, diese neu errichten und auffüllen, so daß insgesamt die vom Regiment aufgestellten Zahlen etwa das Vierfache seiner Friedensstärke betrugen. Alle diese Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften mußten einberufen, in wenigen Tagen untersucht, eingekleidet und ausgerüstet, währenddessen untergebracht und verpflegt, die Pferde antransportiert, untersucht, gebrannt, beschlagen, die Geschirre verpaßt, die Fahrzeuge geprüft und auf da sorgfältigste ausgerüstet werden. Alle diese umfangreichen Arbeiten konnten nur bei genauester Einteilung und sorgfältigster Ausnutzung jeder Stunde so gefördert werden, daß zu den genau bestimmten Terminen die Formationen marsch- und verwendungsbereit dastanden. Die genaue Einteilung sahen die im Winter bis ins einzelne geregelten Mobilmachungskalender für 1914/15 vor. Nur dadurch, daß jeder für die Aufstellung eines Teile verantwortliche Offizier genau wußte, wie, wo und wann er jedes erforderliche Stück vom Geschütz und Munitionswagen bis zur Reserve-Vorholfeder und Ersatzschraube fand, wo und wann jeder Mann, jedes Pferd eintraf, wo sie unterzubringen, zu verpflegen waren, konnte die Mobilmachung so glatt und reibungslos ablaufen, wie es in diesen ersten Augusttagen geschah. Eine Schwierigkeit für die Kolonnen, die in den Bauernschaften um Bruenen mobil wurden, war die Verbindung mit Wesel, wo die Empfänge und Verteilungen stattfinden mußten.“
2.-8.8.1914 Feldart.Regt.7: [14.Feldart.Brig./14.Inf.Div./VII.Armeek./2.Armee/OHL] „War am 1. Mobilmachungstage (2. August) schon der größte Teil der für das aktive Regiment bestimmten Ersatzmannschaften eingetroffen, so folgten am 3. August der Rest und 180 Pferde, am nächsten Tage [4.8.1914] trafen deren 455, am 5. August 780, am 6. 275 und am 7. 240, die letzten, ein. Die Transporte waren von Reserveoffizieren zum Teil vom Oldenburgischen herangeführt worden, da das Industriegebiet solche Mengen für die Feldartillerie geeigneten Materials nicht besaß. Schwierigkeiten besonderer Art bildeten bei der Ersatzabteilung die Kriegsfreiwilligen. Am liebsten wären sie gleich mit ausgerückt, waren erstaunt, daß man sie zunächst nicht gebrauchen konnte und sie vertrösten mußte auf die Einstellung in wenigen Tagen, und daß dann erst nach längerer anstrengender Ausbildung ihnen der Ausmarsch winken würde. Sie fürchteten fast zu spät zu kommen. Ganze Oberklassen der höheren Schulen meldeten sich fast geschlossen in heller Jugendbegeisterung, Arbeiter und junge Kaufleute, Studenten und Bauern strömten herbei, so daß am 8. August 2500 Meldungen von Kriegsfreiwilligen vorlagen, soviel also, als alle Mannschaften des Feldregiments und alle von ihm aufgestellten Formationen zusammen betrugen.“
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| | 2.8.1914: | 14.Inf.Div.: [VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Preuß.Armee Ü VII.Armeek./2.Armee/OHL] Personalien: Generalmajor Fleck: Am 9.3.1912 Generalmajor. Bis 2.8.1914 Kommandeur der 27. Infanterie-Brigade. Ab 2.8.1914 Kommandeur der 14.Inf.Div. Letzte Dienststellung während des Krieges als Führer des Gen.Kdo.62. Gestorben am 16.2.1921 als General der Infanterie a.D.
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| | 2.8.1914: | 14.Inf.Div.: [VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Preuß.Armee Ü VII.Armeek./2.Armee/OHL] 14.Kav.Brig. [mit Hus.Regt.11, Ul.Regt.5] von 14.Inf.Div. (VII.Armeek.) zu 9.Kav.Div./HKK.2. 2.Halbregt./Ul.Regt.16 [mit Stab/2.Halbregt./Ul.Regt.16, 2.Esk.Ul.Regt.16, 5.Esk.Ul.Regt.16, 6.Esk.Ul.Regt.16] von aufgelöster 7.Kav.Brig. (7.Inf.Div./IV.Armeek.) als Divisionskavallerie zu 14.Inf.Div./VII.Armeek.
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| | 2.8.1914: | 27.Inf.Brig.: Personalien: [14.Inf.Div./VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Preuß.Armee Ü 14.Inf.Div./VII.Armeek./2.Armee/OHL] Oberst von Massow: Am 1.10.1912 Oberst. Regiments-Kommandeur des Inf.Regt.158; ab 2.8.1914 Brigade-Kommandeur der 27. Infanterie-Brigade; letzte Dienststellung während des Krieges als Stadtkommandant von Warschau. Generalleutnant a.D.
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| | 2.8.1914: | 27.Inf.Brig.: [14.Inf.Div./VII.Armeek./III.Arm.Insp./Kgl.Preuß.Armee Ü 14.Inf.Div./VII.Armeek./2.Armee/OHL] Personalien: Hauptmann Heine: <Uniform: Gren.Rgt.3> Am 16.6.1910 Oberleutnant. Regiments-Adjutant im Gren.Regt.3; noch vor Kriegsausbruch Brigadeadjutant der 27.Inf.Brig.; später Adjutant des Gen.Kdo./VIII.Res.Korps. Letzte Dienststellung während des Krieges im Gren.Regt.8. Major a.D.
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