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| 19.3.1917: | 6.Armee: Kriegsgliederung: AOK.6 [mit Gkdo./II.Bayer.Armeek. (mit 4.Bayer.Inf.Div., 3.Bayer.Inf.Div., 38.Landw.Brig); 49.Res.Div. (als Reserve der OHL bei 6.Armee hinter II.Bayer.Armeek); Gkdo./III.Bayer.Armeek. (mit 5.Bayer.Inf.Div., 6.Bayer.Inf.Div., 6.Bayer.Res.Div.); Gkdo./IV.Armeek. (mit 7.Inf.Div., 8.Inf.Div.); Gkdo./VI.Res.Korps (mit 11.Res.Div., 16.Bayer.Inf.Div.); 80.Res.Div. (als Reserve der OHL bei 6.Armee hinter VI.Res.Korps); Gkdo./I.Bayer.Res.Korps (mit 79.Res.Div., 1.Bayer.Res.Div.); Gkdo./XII.Res.Korps (mit 24.Res.Div., 23.Res.Div., 220.Inf.Div.);12.Res.Div. (als Reserve der OHL bei der Hgr.Kronpr.Rupprecht hinter dem XII.Res.Korps/6.Armee) von Hgr.Kronpr.Rupprecht zu Gkdo./XII.Res.Korps/6.Armee].
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| | 27.3.-20.6.1917: | 12.Res.Div.: Kämpfe vor der Siegfriedfront
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| | 21.6.-6.8.1917: | 12.Res.Div.: Kämpfe in der Siegfriedstellung
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| | 22.7.-17.9.1917: | 4.Armee: [Hgr.Kronpr.Rupprecht/OHL] „Die Sommerschlacht 1917 in Flandern (22. Juli bis 17. September) Am 28. Juli unternimmt der Engländer einen erfolgreichen Vorstoß über den Kanal zwischen Het Sas und Boesingen gegen den linken Flügel der Gruppe Diksmuide (49. Res.Div.) und den rechten Flügel der Gruppe Ypern (23. Res.Div.). Er bringt ihm einen Geländegewinn in einer Breite von etwa 2 km und einer Tiefe bis zu 1 km, auch wird dadurch der rechte Flügel der Gruppe Ypern (Gen.Kdo. III. bayer. A.K.) schwer bedroht. Die 5. englische Armee unter General Sir Hubert Gough führt am 31. Juli den Hauptstoß zwischen Boesingen und der Straße Zillebeke – Zandvoorde, die südlich anschließende 2. englische Armee geht gegen die Gruppe Wijtschate (Gen.Kdo. IX. R.K.) vor. Die Front der Gruppe Ypern (3. Garde-Inf.Div., 235. Inf.Div. und 38. Inf.Div.) wird aufgerissen. Hinter den Steenbeek bis Langemark, über die Albrecht- und Wilhelmstellung bis nach Grafenstafel und bis nahe an die Trümmer von Zonnebeke zurückgedrängt, gelingt es durch geschickten Einsatz den mit Schwungkraft vorgeworfenen Eingreifdivisionen (50. Res.Div. und 221. Inf.Div.) und Teilen der aus dem Abschnitt der Gruppe Wijtschate herbeieilenden 119. Inf.Div. die Lage wiederherzustellen. Erfolgreich können die 6. bayer. und 22. Res.Div. am rechten Flügel der Gruppe Wijtschate die Albrechtstellung und den Westrand des Parkes von Herenthage halten, während am linken Flügel der Gruppe Diksmuide (Gen.Kdo. XIV. A.K.) die 40. und 111. Inf.Division hinter den Steenbeek vorübergehend zurückgedrängt werden. Auch kann die zum Gegenangriff angesetzte 2. Garde-Res.Div. das verlorengegangene Bikschoote nicht zurückerobern. Der Angriff gegen die 40. (sächs.) Division wird von Teilen der 1. französischen Armee geführt. Unter ungeheuren Opfern gelingt es den Gegnern, die deutschen Truppen am 31.7. aus dem vorderen Rand des Stellungssystems herauszudrücken; der mit beispielloser Wucht nach langer Vorbereitung mit doppelter infanteristischer und mindestens dreifacher artilleristischer Überlegenheit geführte Großangriff aber hat an keiner Stelle der weiten Front einen durchschlagenden Erfolg. Das gesteckte Ziel, die Eroberung der Wilhelmstellung, ist nicht erreicht. Der am 31. Juli nachmittags einsetzende, volle 8 Tage anhaltende Landregen hindert den Engländer nicht, am nächsten Tage seine Anfangserfolge auszuwerten. Aber nur kleinere örtliche Geländegewinne trotz der mit größter Zähigkeit gegen die Gruppe Ypern (3. Garde-Inf.Div., welcher die 79. Res.Div. zu Hilfe kommt) und gegen die Gruppe Wijtschate (52. Res.Div., 22. Res.Div., 10. bayer.Inf.Div., 18. Res.Div. und 16. Inf.Div.) bis zum Abend wiederholten Anstürme sind ihm beschieden. Immerhin ist auch der 1. August ein schwerer Kampftag. Bei der Gruppe Diksmuide wird auf die Wiedereroberung von Bikschoote wegen Mangel an frischen Kräften endgültig verzichtet und damit die Hauptwiderstandslinie entsprechend zurückverlegt. Ohne einheitlichen Zusammenhang setzt der Engländer die Schlacht in den folgenden Tagen mit Teilangriffen fort, denen sich der Franzose am 4. August nordwestlich Bikschoote mit gleichem Mißerfolg anschließt. Auch die gemeinsam am 7. August gegen die ganze Front der 2. Garde-Res.Div. und 79. Res.Div. geführten, bis in die Nacht hinein wiederholten Angriffe scheitern. Das am 10. August auf breiter Front einsetzende feindliche Trommelfeuer läßt auf neuen Großangriff schließen, der sich indessen nur gegen die an der Nahtstelle der Gruppen Ypern und Wijtschate kämpfende 54. Inf.Div. und 52. Res.Div. — aber dort mit aller Wucht — richtet. Klar wird die Absicht des Engländers erkannt, die vor den Höhen zwischen Zonnebeke und Zandvoorde liegenden Waldstücke in die Hand zu bekommen. Erst mit deren Wegnahme vermag er den Höhenrücken zu gewinnen, dessen gefährliche Flankenwirkung er am 31. Juli kennengelernt hat. Alle jedoch am 10. August errungenen örtlichen Gewinne in der Albrechtstellung und am Westrand des Nonnebosschen werden dem Engländer am 11. und 13. August durch Gegenangriffe der 54. Inf.Div. und der an Stelle der 52. Res.Div. getretenen 34. Inf.Div. wieder entrissen. Zum ersten Mal wird bei der 52. Res.Div. am 10. August um den Herenthage-Park gekämpft, um welchen noch viel Blut fließen soll, der aber an diesem Tage in deutschem Besitz bleibt. Während es auf dem rechten Flügel der nördlich davon kämpfenden 54. Inf.Div., trotz aller bis in die Dunkelheit dauernden feindlichen Anstürme gelingt, sich in ihrer Stellung zu behaupten, bleibt am linken Flügel der Westrand des Nonnebosschen in Feindeshand, um dann am 11. August nach wechselvollen Kämpfen wieder in deutschen Besitz zurückzugelangen. Die nächsten Tage bringen heftige und erfolgreiche Abwehrkämpfe für die 214. Inf.Div., welche an die Stelle der 2. Garde-Res.Div. getreten ist, am linken Flügel der Gruppe Diksmuide und ebenso für die 79. Res.Div. auf dem rechten Flügel der Gruppe Ypern um den Besitz des Steenbeeks. Am 14. August gelingt der 54. und 34. Inf.Div. die Wiedereroberung des Westrandes des Nonnebosschen trotz heftigster englischer Gegenangriffe, dagegen verlaufen die Kämpfe um den Besitz des Steenbeeks nicht ebenso glücklich, obwohl Teile der als Eingreifdivision bereitgestellten 183. Inf.Div. in den Kampf geworfen werden. Der Engländer kann, wenn auch nur in begrenztem Raume, auf dem östlichen Steenbeekufer festen Fuß fassen. Am 16. August tobt ein neuer Großangriff. Auf einer Frontbreite von fast 30 km stößt der Feind vor. Die ganze Gruppe Wijtschate kämpft mit Erfolg, ebenso die 54. Inf.Div. am linken Flügel der Gruppe Ypern, welcher Teile der 3. Res.Div. zur Hilfe kommen. Auch die 5. bayer. Inf.Div. in der Gruppenmitte hält stand, muß aber die Trümmer von St.Julien dem Feinde endgültig überlassen. Schwer trifft der englische Angriff die Nahtstelle am Nordflügel der Gruppe Ypern (79. Res.Div.) und am Südflügel der Gruppe Diksmuide (214. Inf.Div.). Rittlings der Bahn Staden – Ypern dringt der Engländer in breiter Front über den Steenbeek, über Langemark und über die Wilhelmstellung auf Poelkapelle vor. Hier trifft ihn der Gegenstoß der 183. Inf.Div., und mit Hilfe der 5. bayer. Inf.Div. sowie der über Keerselare vorgehenden 12. Res.Div. wird eine geschlossene Front am rechten Flügel der Gruppe Ypern wieder erreicht. Weniger glücklich ist die 214. Inf.Div., welcher trotz Eingreifens der 9. bayer. Res.Div. nur das Festhalten des nördlichen Broenbeekufers gelingt. Weiter nördlich glückt es dem Franzosen, den deutschen Vorposten Drie Grachten und das Westufer des Martjevaert zu entreißen. Trotz dieser örtlichen Gewinne, besonders der Steenbeeklinie, ist für den Engländer der 16. August ein Fehlschlag. Das von ihm gesteckte Tagesziel erreicht er nicht dank der energisch vorgetragenen Gegenangriffe der Eingreifdivisionen. Auch die Angriffstage am 17., 18. und 20. August, an welchen mit besonderer Heftigkeit im Raume beiderseits der Bahn Staden - Ypern und südlich bis St.Julien gekämpft wird, bringt dem mit Tanks angreifenden Feinde keinen nennenswerten Erfolg. Deutscherseits muß aber von einer Wiedereinnahme des blutgetränkten Bodens von Langemark abgesehen werden. Der [...] vierte englische Großangriff am 22. August richtet sich besonders gegen die 26. Inf.Div., die 12. Res.Div. und 121. Inf.Div. im Gruppenabschnitt Ypern und gegen die 34. Inf.Div. und 9. Res.Div. am rechten Flügel der Gruppe Wijtschate. Er findet erst mit dem 24. August seinen Abschluß. Das erstrebte Angriffsziel — die Wilhelmstellung — erreicht der Engländer jedoch wiederum nicht. Am 23. August geht die Führung der Gruppe Diksmuide vom Generalkommando des XIV. A.K. auf das des Gardekorps über. Bei der Gruppe Ypern wird in der Nacht zum 24. August durch Einschieben der 204. Inf.Div. zwischen die 26. Inf.Div. und 12. Res.Div. ein vierter Kampfabschnitt gebeildet. Noch toben erbitterte Kämpfe am 26. und besonders am 27. August, vorwiegend im Bereich der Gruppen Ypern und Wijtschate, aber die englischen Divisionen, welche rücksichtslos vorgetrieben werden, erweisen sich vielfach nicht mehr als sehr kampfesfreudig. Die Sommerschlacht in Flandern findet am 6. September ihren eigentlichen Abschluß; an diesem Tage können sich die württembergischen Divisionen (26., 204. und 27. Inf.Div.) einen neuen Ehrentag erstreiten.“
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| | 7.-30.8.1917: | 12.Res.Div.: Sommerschlacht 1917 in Flandern
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| | 1.9.-7.11.1917: | 12.Res.Div.: Kämpfe in der Siegfriedstellung
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| | 12.9.1917: | 12.Res.Div.: Div.Nachr.Kdr.412 bei 12.Res.Div. errichtet.
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| | 12.9.1917: | Div.Nachr.Kdr.412: Div.Nachr.Kdr.412 bei 12.Res.Div. errichtet.
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| | 18.9.-3.12.1917: | 4. Armee: [Hgr.Kronpr.Rupprecht/OHL] „III. Die Herbstschlacht 1917 in Flandern. (18. September bis 3. Dezember.) Im Gegensatz zu den letzten Angriffen, bei welchen der Feind auf schmaler Front vorgestürmt war, erfolgt am 20.9. der Großangriff in einer Frontbreite von 15 km, von Langemark bis zum Knie des Ypern-Lys-Kanals, zugleich mit einem Ablenkungsstoß gegen die 32. Inf.Div. auf dem linken Flügel der Gruppe Wijtschate. Während bei der Gruppe Ypern die am rechten Flügel kämpfende 208. Inf.Div., anfänglich zurückgedrängt, durch Gegenstoß ihre Lage selbst wiederherstellen kann, wirft die Eingreif-Division (234. Inf.Div.) den bei der südlich kämpfenden 36. Inf.Div. anfangs tief eingebrochenen Gegner wieder zurück. Bei der 2. Garde-Res.Div. ist der feindliche Einbruch jedoch erheblich; mit ihren letzten Reserven und der zum Gegenangriff vorgehenden 236. Inf.Div. (Eingreif-Division) wird der Feind dann wenigstens bis auf die Wilhelmstellung zurückgedrückt. Sowohl bei der am linken Flügel der Gruppe Ypern kämpfenden 121. Inf.Div., wie bei der bayer. Ersatz-Div. am rechten Flügel der Gruppe Wijtschate vermag der in vier dichten Wellen angreifende Engländer sich ebenfalls in den Besitz der Wilhelmstellung zu setzen und schnell in ihr einzurichten; Teile der 236. Inf.Div. haben vergeblich versucht, dies zu verhindern. Erfolgreicher kämpft dagegen weiter südlich die 9. Res.Div. Die mit Lastautos vorgezogene 3. Res.Div. — als Eingreifdivision zweiter Welle — kommt daher nicht mehr zum Einsatz. Ohne Zweifel hat sich die Änderung des Angriffsverfahrens bewährt, der Engländer konnte nicht unbeträchtliche örtliche Gewinne buchen, aber der erste Tag der dritten großen Flandernschlacht hat ihm dennoch nicht den heiß erstrebten Erfolg gebracht. Mit verbissener Wut, jedoch vergeblich, setzten die Engländer ihre Vorstöße fort. Deutscherseits bringt der 25. September dagegen durch einen glücklich verlaufenen Angriff der am Nordflügel der Gruppe Wijtschate eingesetzten 50. Res.Div. die Wiedergewinnung der Wilhelmstellung zwischen der Südwestecke des Polygon-Waldes und der Gegend westlich Geluveld. Der 26. September ist wieder ein Großkampftag. Gegen die 18. Inf.Div. am linken Flügel der Gruppe Diksmuide, sämtliche Divisionen der Gruppe Ypern (208. Inf.Div., 10. Ers.Div., 23. und 3. Res.Div.) und die 50. Res.Div. am rechten Flügel der Gruppe Wijtschate richtet sich der englische Angriff. [...] Von den Eingreifdivisionen müssen die 4. bayer. Inf.Div., die 234. und 236. Inf.Div. eingesetzt werden; weiter südlich kommt die 17. Inf.Div. der 50. Res.Div. zu Hilfe, während die 25. Inf.Div. sich aus eigener Kraft wehrt. Trotz der zermürbenden Abwehrschlacht ist der deutsche Angriffsgeist ungebrochen, das zeigt am 1. Oktober die Wiedergewinnung der Höhe bei Molenaarelsthoek und des Hauses Käthe durch die 17. Inf.Div. im Gruppenbereich Ypern, ferner das Polygon unternehmen im Raum der Gruppe Wijtschate, das von der 8. Inf.Div. und 45. Res.Div. durchgeführt wird. Am 4. Oktober tritt der Engländer wiederum nach einem gewaltigen Trommelfeuer, Mann an Mann, in acht Wellen tief gegliedert, zum Großangriff an, an vielen Stellen von Tanks geführt. Der Stoß prallt von neuem gegen die ganze Front der Gruppe Ypern (6. bayer. Inf.Div., 10. Ers.Div., 20. Inf.Div. und 4. Garde-Inf.Div.) sowie gegen die links anschließende 19. Res.Div. und 25. Inf.Div. der Gruppe Wijtschate. Als Eingreifdivision zeichnet sich im Gruppenbereich Ypern die 187. Inf.Div. aus; nicht so glücklich wie diese kämpfen als Eingreifdivisionen die 4. bayer. Inf.Div. und 45. Res.Div., während es der 19. Res.Div. mit der ihr dann unterstellten 8. und 17. Inf.Div. gelingt, den bis über 2 km eingebrochenen Gegner zurückzudrängen und dadurch die Höhen nordwestlich Geluveld, den Westrand des Schloßparkes von Polderhoek und den Ort Reutel wieder in deutschen Besitz zu bringen. Auch an diesem Tage schlägt sich die 25. Inf.Div. hervorragend. Der 4. Oktober bringt dem Angreifer trotz aller Anstrengungen nur den Gewinn eines Geländestreifens von anderthalb Kilometer Breite. Fieberhafte Unruhe beherrscht den Engländer; er darf sich keine Ruhe gönnen. Drohend steht der Eintritt schlechter Witterung bevor, gegen welche weder Material noch Menschen etwas vermögen. Morast und Sumpf bleiben dann die Sieger. So leitet der Engländer schnell seinen Großangriff am 9. Oktober gegen die Front der Gruppen Diksmuide, Ypern und Wijtschate mit einem Trommelfeuer ein, das an Stärke dem des 4. Oktober nichts nachgibt. Auf breiter Front von Merkem bis südlich Geluveld angesetzt, erreicht der Gegner lediglich die Besitznahme des Geländes südlich des Houthulster-Waldes und einen beschränkten Bodengewinn an und südlich der Bahn Roeselare – Ypern. Im Bereich der Gruppe Diksmuide werden die 18. Inf.Div. mit Eingreifstaffeln der 187. Inf.Div., bei der Gruppe Ypern die 6. bayer. Inf.Div. und die mit ihr in der Ablösung begriffene 227. Inf.Div., gemeinsam mit der 240 Inf.Div. (Eingreif-Division), dann die südlich anschließende 16. Inf.Div., die 195. Inf.Div. mit Teilen der 20. Inf.Div. und 45. Res.Div. sowie die 233. Inf.Div., der Regimenter der 220. Inf.Div. zu Hilfe eilen, in den schweren Kampf verwickelt. Bei der Gruppe Wijtschate trifft der englische Angriff auf die 22. Res.Div. und die 10. bayer. Inf.Div., nur Teile der 15. Inf.Div. brauchen hier die vordere Linie zu verstärken. Drei Tage später — am 12. Oktober — spielt sich trotz Regenschauern und bei tief hängenden Wolken ein neuer Großkampftag ab. Im Abschnitt der Gruppe Diksmuide zielt der feindliche Hauptstoß gegen die Front südlich der Bahn nach Staden, und zwar gegen Teile der 27. Inf.Div. sowie gegen die 187., die 227., gegen Teile der 240. und gegen die 16. Inf.Div. Bei der Gruppe Ypern trifft der Angriff auf die 195. Inf.Div. und den rechten Flügel der 233. Inf.Div., welcher dann die 220. Inf.Div. mit zusammengerafften Pionieren, Minenwerfer-Mannschaften und Scharfschützen zu Hilfe eilt. Während der Großangriff diesmal nicht auf die Gruppe Wijtschate übergreift, richtet er sich zum ersten Male in größerem Umfange gegen die Gruppe Diksmuide, hinter welcher die 3. Marine-Div. als Armeereserve bereitgestellt wird. Poelkapelle geht an diesem Tage verloren, Passchendale bleibt dagegen in deutschem Besitz. Zwischen den Gruppen Diksmuide und Ypern wird jetzt das Generalkommando des Garde-Reservekorps als Gruppe Staden (27., 227. und 16. Inf.Div.) eingeschoben. Das Generalkommando XVIII. A.K. übernimmt den Befehl über die Gruppe Diksmuide. Nach längerer Pause beginnt am 22. Oktober ein neuer Großkampftag. Es stehen in der Front der Gruppe Diksmuide die 19. und 20. Ldw.Div., 40. Inf.Div., bei der Gruppe Staden die 26. Res.Div., 3. Mar.Div. und 111. Inf.Div., bei der Gruppe Ypern die 11. bayer. Inf.Div., 39. Inf.Div. und 36. Res.Div., endlich bei der Gruppe Wijtschate die 10. bayer. und 24. Inf.Div., 1. bayer. Res.Div. und 8. Inf.Div. An der Nahtlinie der Gruppe Diksmuide und Staden sind Teile der 58. Inf.Div. eingeschoben. Die Gruppe Diksmuide verfügt als Eingreifdivisionen über die 35. und die erst im Antransport befindliche 119. Inf.Div., die Gruppe Staden über die 27., 239. Inf.Div. und 5. bayer. Res.Div., die Gruppe Ypern über die 238. Inf.Div., 3. Garde-Inf.Div. und 220. Inf.Div., die Gruppe Wijtschate über die 15. Inf.Div. und 18. Res.Div. Der Verlauf [...] auch an diesem schweren Großkampftage bestätigt den ungebrochenen Siegeswillen der in der vorderen Linie eingesetzten Kampftruppen, welche ohne auf die Eingreifdivisionen zurückzugreifen aus eigener Kraft, unterstützt durch die Artillerie, den feindlichen Stürmen trotzen, ja vielerorts durch Gegenstöße ihrer Reserven die aufgegebene Vorpostenlinie wieder über die Hauptwiderstandslinie vorschieben können. Vier Tage später setzt der Engländer den Angriff fort. Im Gruppenabschnitt Diksmuide, in welchem eine vierte Stellungsdivision (35. Inf.Div.) am Südabschnitt hinzugekommen ist, trifft er vor allem auf die 40. Inf.Div., aber auch gegen die gesamte Verteidigungsfront der Gruppe Staden rennt er an; viermal erfolgt der Sturm gegen die 27. Inf.Div. Bei der 239. und 111. Inf.Div. bewährt sich wieder die erprobte Abwehrtaktik. Bei der ebenfalls angegriffenen Gruppe Ypern muß sich die am rechten Flügel kämpfende 11. bayer. Inf.Div. allerdings nur mit der Behauptung der Hauptwiderstandslinie abfinden. Angriffe mit Tanks werden im Gruppenabschnitt Wijtschate gegen die 15. Inf.Div. und die beiden nördlichen Regimenter der 24. Inf.Div. geführt. Überall wehren sich die deutschen Stellungsdivisionen aber erfolgreich. Nach den letzten Erfahrungen muß mit einer sehr raschen Folge der Großangriffe gerechnet werden. Schon am 30. Oktober bricht der neue Sturm los, vor allem gegen die inneren Flügel der Gruppen Staden (5. bayer. Res.Div.) und Ypern (238. Inf.Div. und der südlich anschließenden 3. Garde-Inf.Div.); bei der Gruppe Wijtschate scheitert er bereits im Abwehrfeuer vor den Abschnitten der 15. Inf.Div. und 18. Res.Div. Dem Ausharren der Kampfbataillone sowie den Gegenstößen der Bereitschafts- und Reservebataillone der 238. Inf.Div. und des Inf.Regts. 172, der vorgeschobenen Eingreifstaffel der 39. Inf.Div., sowie Teilen des Gren.Regts. 9 der 3. Garde-Inf.Div. ist es hauptsächlich zu verdanken, daß der Feind trotz der gewaltigen Feuervorbereitung seiner auf engstem Raum zusammengefaßten Artilleriemassen sein Ziel nicht erreicht. Auch Kräfte der 111. Inf.Div. haben Anteil an diesem Erfolg, den sie dann am 31. Oktober durch Zurückwerfen des über den Paddebeek vorgedrungenen Gegners noch auswerten können. Das Wetter hat sich mittlerweile etwas gebessert. Sofort setzt auf beiden Fronten eine verstärkte Gefechtstätigkeit ein. Es zeigt sich jedoch, daß die Kraft der Sonne nicht mehr ausreicht, um die so verschlammten Trichter auszutrocknen. Der letzte Großkampftag in der Flandernschlacht wird der 6. November. Die englischen Hauptstöße zielen an diesem Tage gegen die 4. Inf.Div. auf dem linken Flügel der Gruppe Staden und gegen die 11. Inf.Div. auf dem rechten der Gruppe Ypern, sowie gegen die rechte Flügeldivision (7. Inf.Div.) der Gruppe Wijtschate. Während der Angriff gegen die 4. und 7. Inf.Div., obwohl mit gleicher Erbitterung geführt, schließlich ergebnislos bleibt, erleidet die 11. Inf.Div. trotz heldenhafter Gegenwehr den Verlust von Passchendale. Alle Anstrengungen, mit zusammengerafften Teilen der 5. bayer. Inf.Div. (Gruppe Staden), der 11. Inf.Div. und 11. bayer. Inf.Div. (Gruppe Ypern), das Geschick abzuwenden, bleiben erfolglos. Die Nacht bricht herein. Passchendale ist endgültig verloren. Nach einem weiteren Angriff am 10. November, bei welchem der von der 4. Inf.Div. verteidigte Feldherrnhügel (südlich Westroosebeke) eine Rolle spielt und sowohl dieser Division einen ebenso schönen Erfolg bringt, wie dem Res.Inf.Regt. 208 der 44. Res.Div., läßt die Spannung fast an der ganzen Front der 4. Armee nach. Nutzlos läßt der Engländer, der seit dem 6. November wie auf einem Präsentierteller dem deutschen, stark zusammengefaßten Artilleriefeuer preisgegeben ist, die nächsten Wochen verstreichen, ohne wenigstens Anstrengungen zu machen, sich in den Besitz von Westroosebeke zu setzen und gleichzeitig auch die Höhen von Droogenbroodhoek, von Beselare und Geluveld zu erstreben. Am 14. November übernimmt das Generalkommando des X. R.K. als Gruppe Diksmuide den Befehl über die 26. Res.Div., 54. Res.Div. und 187. Inf.Div., während das Generalkommando des XVIII. A.K. nunmehr als Gruppe Houthulst die Führung über die 185. und 35. Inf.Div. erhält. Dieses Generalkommando wird aber bereits am 21. November zur 2. Armee abbefördert, sein Abschnitt tritt wieder zur Gruppe Dixmuide. Am 24. November erfolgt dann der Kommandowechsel zwischen den Generalkommandos XIV. A.K. und IX. R.K. (Gruppe Wijtschate). Am 2. Dezember tobt nach längerer Gefechtspause der gewaltige Sturm des Trommelfeuers wieder über die Fluren des in ein einziges Schlammfeld verwandelten flandrischen Landes. Aber die Angriffe, in schmaler Front von zwei engl. Brigaden gegen Frontteile der Gruppe Staden (38. Inf.Div.) und Ypern (25. Inf.Div. und 12. Res.Div.) unternommen, werden nach anfänglichen Teilerfolgen zurückgeschlagen und beweisen erneut dem Engländer, daß er in der Flandernschlacht auf kein Ergebnis mehr zu rechnen hat. Ebenso scheitert am 3. Dezember ein in 400 m Breite gegen den linken Flügel der 17. Res.Div. angesetztes größeres feindliches Unternehmen. Auf deutscher Seite war man sich wohl bewußt, daß ein Abwehrsieg von höchster Bedeutung nicht nur gegen einen an Zahl und Material weit überlegenen Feind, sondern auch unter den denkbar ungünstigsten örtlichen und Witterungs-Verhältnissen errungen war. Weder Somme- noch Arras-Schlacht ließen sich „an Furchtbarkeit mit dem Kampf in dem verschlammten, schwimmenden Trichterfelde unter dem unausgesetzten Hagel schwerster Geschosse, ausgedehnten Vergasungen, rasendem Maschinengewehrfeuer gegen die sich immer wieder heranwälzenden Massen des zähen Angreifers vergleichen.“ Der Gewinn der Gegner in dem monatelangen Ringen bestand in der Ausbeulung der deutschen Front um höchstens 8 bis 9 km Tiefe auf einer Grundlinie von rund 25 km. Die deutsche Linie verlief nunmehr am Houthulster-Wald — östlich Poelkapelle und Passchendale—Beselare—Geluveld—östlich Hollebeke—Waasten, — „ein schmaler Erfolg bei der langen Dauer des Kampfes und der ungeheuren Überlegenheit an Kräften und Kampfmaschinen, zudem strategisch bedeutungslos.“ Am 5. Dezember erließ der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe, Generalfeldmarschall Kronprinz Rupprecht von Bayern, folgenden Befehl: „Die große Schlacht in Flandern scheint beendet zu sein. Somit ist für mich der Augenblick gekommen, um allen Führern und Truppen, die in der Flandernschlacht waren, meinen Dank und meine Anerkennung auszusprechen. 86 Divisionen, darunter 22 in zweimaligem Einsatz, die Masse unserer Heeresartillerie und sonstiger Waffen und Formationen haben an dieser gewaltigsten aller bisherigen Schlachten teilgenommen. Die Söhne aller deutschen Stämme haben hier in heldenmütiger Tapferkeit und zäher Ausdauer gewetteifert und den Durchbruchsversuch der Engländer und Franzosen zum Scheitern gebracht, der ihnen die Entscheidung durch die Eroberung Flanderns und unserer U-Bootbasis bringen sollte. Trotz des unerhörten Masseneinsatzes an Menschen und Material hat der Feind nichts erreicht. Ein schmales, gänzlich zerstörtes Trichterfeld ist sein Gewinn. Er hat diesen Gewinn mit außerordentlich hohen Verlusten erkauft, während unsere Verluste weit geringer waren als in jeder bisherigen Abwehrschlacht. So ist die Schlacht in Flandern eine schwere Niederlage für den Gegner, für uns ein großer Sieg. Wer dabei war, kann stolz darauf sein, ein Flandernkämpfer zu sein. Jedem einzelnen Kämpfer ist der Dank des Vaterlandes sicher. Nur dadurch, daß unsere Front in Flandern jedem Ansturm trotzte, ist es für die oberste Führung möglich gewesen, im Osten gegen die Russen, im Süden gegen die Italiener gewaltige Schläge zu führen. Mein besonderer Dank gebührt der Führung der Flandern-Armee, dem Oberbefehlshaber der 4. Armee und seinem bewährten Chef, deren starkem Willen und deren zielbewußten taktischen und organisatorischen Maßnahmen ein ausschlaggebender Anteil am Schlachterfolg zukommt. Aber auch den anderen Armeen der Heeresgruppe habe ich zu danken. Sie haben opferfreudig sich aufs äußerste eingeschränkt und die hohen Abgaben an Kräften, sowie die größten Schwierigkeiten in Kauf genommen, um den Kämpfern in Flandern zu helfen ...“
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| | 12.11.-3.12.1917: | 12.Res.Div.: Herbstschlacht 1917 in Flandern
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