Die Suchmaschine zum 1. Weltkrieg
Ein Projekt von Malte Znaniecki
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3.8.1914:
Jäg.Batl.3: Jäg.Batl.3 von HKK.2 zu gemischte 11.Inf.Brig./Bel.Trp.v.Lüttich (X.Armeek./2.Armee).
3.8.1914:
Jäg.Batl.4: Jäg.Batl.4 von HKK.2 zu gemischte 14.Inf.Brig./Bel.Trp.v.Lüttich (X.Armeek./2.Armee).
3.8.1914:
Jäg.Batl.7: Jäg.Batl.7 von HKK.2 zu gemischte 27.Inf.Brig./Bel.Trp.v.Lüttich (X.Armeek./2.Armee).
3.8.1914:
Jäg.Batl.9: Jäg.Batl.9 (mit Ausnahme einer Kompanie) von HKK.2 zu gemischte 34.Inf.Brig./Bel.Trp.v.Lüttich (X.Armeek./2.Armee).
3.8.1914:
Jäg.Batl.9: Noch vor Abschluß der Ausladung der 2.Kav.Div. und 4.Kav.Div. östlich von Aachen werden die bereits eingetroffenen Teile beider Divisionen nebst einer Kompanie des Jäg.Batl.9 und Pionieren auf Kraftwagen dem Generalleutnant von Garnier unterstellt. Jäg.Batl.9 tritt im Verband der zusammengesetzten Div.Garnier den Vormarsch auf die Maas nördlich von Lüttich an. Ziel ist es, die Maas- und Kanalübergänge bei Visé einzunehmen.
3.8.1914:
Jäg.Batl.10: Jäg.Batl.10 (ohne Radf.Komp./Jäg.Batl.10) von HKK.2 zu gemischte 38.Inf.Brig./Bel.Trp.v.Lüttich (X.Armeek./2.Armee).
3.8.1914:
Radf.Komp./Jäg.Batl.10: Oberjäger Wilhelm Hillebrand: Radf.Komp./Jäg.Batl.10; erinnert sich: „Beim Hellwerden befinden wir uns schon in Westfalen. In Hagen sehen wir einen alten Mann, der auf Krücken gestützt uns mit der einen zum Abschied winkt. Vielleicht hat dieser Mann seine Gliedmaßen 1870 fürs Vaterland geopfert. Wir kommen durch Cöln. Die Bahnhofshalle dröhnt, als wir mit unserem Lied „Die Wacht am Rhein“ einfahren. Der Jubel ist hier nicht zum Wiedergeben. Leider haben wir keine Zeit, uns das Leben und Treiben auf dem Rhein näher anzusehen, da unser Erscheinen an der Grenze dringend erforderlich ist. Von jetzt gilt jeder Wunsch und jeder Gedanke einzig und allein dem Vaterland. 3.8.14. Eine Nacht und einen Tag sind wir unterwegs, ehe wir unsere Bahnendstation erreichen - eine harte Geduldsprobe für die Mannschaften in den reichlich gefüllten Abteilen und Güterwagen, aber auch ein wahrer Triumphzug durch jubelnde Begeisterung und deutsche Liebesfürsorge. Hunderte von Händen strecken sich an jedem Halteort mit Gaben entgegen, mit Blumen und Postkarten, belegten Brötchen und heißen Getränken, und überall bei der Weiterfahrt der gleiche stolze, brausende Ge-sang: „Deutschland, Deutschland über alles!“ Strahlend singen wir Feldgrauen mit, und wäre je ein Kleinmütiger unter uns gewesen, im Rheinland erglühte sicher auch seine Seele in dem felsenfesten Glauben an den Sieg. Das Hurraschreien will auf der ganzen Fahrt kein Ende nehmen! Abends 845 Uhr treffen wir in Bütgenbach in der Nähe der belgischen Grenze ein. Licht darf nicht gemacht werden und müssen wir so im Dunkeln die Bagagewagen und Pferde ausladen. Dann geht es in der Dunkelheit noch, nach dem Befehl, den uns der Adjutant unseres Bataillons, Oberleutnant Reuter, bringt, 14 Kilometer zu Fuß weiter nach dem Ort Malmedy. Es ist dies für uns ein anstrengender Marsch, da wir mit Dachs und Gewehr auf dem Rücken auch noch das mit Gepäck überhäufte Rad an der Hand führen müssen. Hier in Malmedy beziehen wir um 1200 Uhr nachts in einer Wildlederfabrik Alarmquartier.“

4.-24.8.1914:
HKK.2: Vormarschgefechte in Belgien.

4.-6.8.1914:
HKK.2: Kämpfe bei Lüttich und Visé.

4.8.1914:
HKK2: Kav.Div.Garnier (Teile 2. und 4.Kav.Div.) überschreitet bei Gemmenich die belgische Grenze. Vormarsch bei drückender Hitze durch das ostbelgische Hügelland. Gelände ist gut angebaut und mit zahlreichen Hecken und Buschremisen bestanden. Stimmung bei der Truppe ist gehoben. An die belgische Zivilbevölkerung werden Aufrufe verteilt, in denen der Einmarsch begründet und eindringlich vor Gegenmaßregeln auf feindselige Aktionen gewarnt wird. Die vordersten Teile der Kav.Div.Garnier erreichen Visé ohne bisherige Feindberührung. Die Maasbrücken sowie alle Kähne und sonstiges Übergangsmaterial werden zerstört vorgefunden. 3.00 Uhr nachmittags Feuergefecht mit belgischen Gendarmen, Teilen des 12.belg.Inf.Regt. und belgischen Zivilisten in dem auf dem östlichen Maasufer gelegenen Teil von Visé. Schwere belgische Artillerie der Festung Lüttich greift in den Kampf ein. Der Ostteil von Visé wird von Jägern, Radfahrern und Kavallerie-Schützen der 2.Kav.Div. und 4.Kav.Div. unter geringen Verlusten eingenommen. Belgisches Infanteriefeuer auch vom Westufer der Maas. Vom Maasübergang wird hier abgesehen und die Flußüberquerung weiter nördlich bei Lixhé und Schloß Navarre dicht an der holländischen Grenze in Aussicht genommen. 7.00 Uhr abends trifft Inf.Regt.25 zur Ablösung der Kav.Div.Garnier ein. Abends: Ausladungen der letzten Schwadronen und Bagagen der 2.Kav.Div. und 4.Kav.Div. werden abgeschlossen, die Kav.Div.Garnier aufgelöst. 2.Kav.Div. und 4.Kav.Div. gehen bei Anbruch der Dunkelheit im Raum Fouron le Comte – Mouland – Berneau zur Ruhe über. 9.Kav.Div. erreicht Louveigne südlich Lüttich und besetzt die Ourthe-Brücken bei Poulseur. An der Maas nördlich Lüttich stehen abends bereit: HKK2 und 4.Kav.Div. bei Fouron le Comte, 2.Kav.Div. bei Berneau, an der Maas südlich Lüttich: 9.Kav.Div. bei Louveigne. An der Maas nördlich Lüttich stehen abends bereit: HKK2 und 4.Kav.Div. bei Fouron le Comte, 2.Kav.Div. bei Berneau, an der Maas südlich Lüttich: 9.Kav.Div. bei Louveigne. Nächtliche Ruhestörungen überall durch dauernde Einzelschüsse belgischer Einwohner aus Gebüschen im Umfeld der Biwakplätze.

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